Fachanwältin Ruth Unverzagt, Hohenstaufenring 39, 50674 Köln
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Digitalis purpurea, Fingerhut - richtig dosiert ein Heilmittel

 

 

Natur

ist Leben 

Natur rettet Leben

 

 

51% der Krebsmedikamente stammen aus der Natur, z.B. von Korallenriffen. nature.org

 

Natur belebt, sie regeneriert! Greifen Sie darauf zurück! 

Gerade wenn die Klärung Ihrer Rechtsangelegenheit Sie intensiv beschäftigt, kann ein Blick, ein Gang in die Natur wertvolle Dienste leisten.

Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass schon Naturgeräusche Angst- und Schmerzempfindungen lindern. Die Senkung des Stresspegels wird gefördert.

"Heilige Grünkraft" beschwor Hölderlin gegen "Beton in den Köpfen".       

Das Jahr 2015 ist das Jahr des Baumes.

 

Der Naturschutzgedanke   

Der Naturschutzgedanke reicht in Deutschland weit zurück. Bereits 1902 erließ Preußen ein "Gesetz gegen Verunstaltungen landschaftlich hervorragender Gegenden".

Art. 150 der Weimarer Reichsverfassung stellte fest, dass "Denkmäler der Natur sowie der Landschaft den Schutz und die Pflege des Staates genießen".

1935 folgte ein - als konservierend betrachtetes - Reichsnaturschutzgesetz (RNG) von 1935, dass "auch dem ärmsten Volksgenossen seinen Anteil an deutscher Naturschönheit" sichern wollte.

Im Grundgesetz wurde der Naturschutz zunächst fast ganz vergessen, erschien dann aber als Rahmenkompetenz in Art. 75 GG.

1976 wurde das Bundesnaturschutzgesetz durch den Bundestag beschlossen. Das aktuelle Naturschutzrecht soll Natur und Landschaft insbesondere auch für zukünftige Generationen bewahren.

1994 wurde der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Art 20a GG aufgenommen.

Im Jahre 2002 wurde in Art 20a GG ausdrücklich der Tierschutz hinzugefügt:

" Der Staat schützt in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

 

Auch ein Gesetzestext (capitular):

Capitulare de villis vel curtis imperialibus : Landgüterverordnung Karls des Großen

Sie ist in einer einzigen Handschrift noch vorhanden.

Karl der Große soll das Capitulare etwa 812 n. Chr. in Aachen erlassen haben. Verfasser des Werks war wohl ein Benediktinerabt. Die Verordnung hatte das Ziel, den Ertrag und die Organisation der Krongüter Karls des Großen zu optimieren.

Das Capitulare enthielt an die 73 Nutzpflanzen, viele davon Heilkräuter, wie der wohlbekannte Rosmarin, Gartensalbei, Kümmel, Ringelblume, Schlafmohn, verschiedene Minzsorten  und viele mehr.

Aufgelistet wurden auch noch 16 Baumarten sowie zusätzlich 4 Apfelsorten.

Bäume wie Pinie , Echter Lorbeer und Feige, die in Deutschland nicht frosthart sind, zeigen, wie weit gespannt das Reich war.

Die Pflanzen sollten auf den Krongütern möglichst angebaut werden. Es gab  detaillierte Vorschriften zum musterhaften Wirtschaften wie Dreifelderwirtschaft, Empfehlungen zum Weinbau, Tierzucht.

Mit seiner Landgüterverordnung half Karl der Große, Nahrungsmittelengpässe bei sich und seinem umherziehenden Hof zu vermeiden, aber auch bei seinen Untertanen.

Das Capitulare kann als die erste Sozial- und Landwirtschaftsordnung des Mittelalters angesehen werden mit langen und weitreichenden Nachwirkungen.

Schon im capitulare stand, dass Wein aus hygienischen Gründen nicht durch Fußeinsatz gekeltert werden solle.

In Aachen-Melaten wurde nach dem Capitulare de villis ein Karlsgarten angelegt.